Lagedaten. Grundstücksdaten, Bodenrichtwerte und Risiken auf einen Blick

Bodenrichtwerte Nordrhein-Westfalen

Adresse in Nordrhein-Westfalen eingeben und den unveränderten amtlichen Bodenrichtwert erhalten — mit Stichtag, Zonennummer und Quellenvermerk.

Beispiele in Nordrhein-Westfalen: Domkloster 4, KölnKönigstraße 1, Duisburg

Amtliche Originalwerte der Bundesländer — unverändert, mit Quelle, Stichtag und Abrufnachweis. Lagedaten ist ein privater Dienst und keine Behörde. Rechtliche Hinweise

Datenquelle und zuständige Stelle

Bodenrichtwerte für Nordrhein-Westfalen werden von den amtlichen Gutachterausschüssen für Grundstückswerte ermittelt. Sie leiten den Wert aus der Kaufpreissammlung ab, beschließen ihn zum Stichtag und veröffentlichen ihn (§ 196 BauGB). Lagedaten fragt den Geodienst des Landes direkt ab und gibt den Wert unverändert weiter — ohne eigene Modellierung, ohne Interpolation, ohne Rundung.

Technisch läuft die Abfrage über einen Web Map Service (WMS) mit Objektabfrage, bereitgestellt als „BORIS-NRW WMS (Open Data)“, im Koordinatenbezug EPSG:25832. Ein WMS ist auf Kartenbilder ausgelegt. Die Sachdaten kommen als Text zurück, eine Geometrie nur dann, wenn der Anbieter sie ausdrücklich mitliefert.

Amtliches Portal des Landes: BORIS-NRW — dort erteilt die zuständige Stelle auch rechtsverbindliche Auskünfte.

Stichtag und Aktualisierungsrhythmus

Abgefragt wird stets der aktuellste amtliche Stichtag. Zusätzlich führt der Dienst adressscharf den Grundsteuer-Hauptfeststellungszeitpunkt 1. Januar 2022 in eigenen Feldern — das ist ein einzelner historischer Wert, keine Zeitreihe.

Bundesweit gilt: § 196 BauGB verlangte bis zum Baulandmobilisierungsgesetz eine Ermittlung zum Ende jedes zweiten Kalenderjahres, seit dem 23. Juni 2021 zu Beginn. Deshalb tragen ältere Stichtage die Form „31.12.“ und neuere die Form „01.01.“ — das sind zwei aufeinanderfolgende Rechtslagen und damit verschiedene Ermittlungszeitpunkte, keine zwei Schreibweisen desselben Datums. Wir legen sie nicht zusammen und rechnen sie nicht um.

Verfügbare Daten

Der Bodenrichtwert selbst wird für Nordrhein-Westfalen immer geliefert: Wert, Stichtag, Zonennummer und die Angaben zur Nutzung.

Eine Zonenfläche liefert der Dienst nicht. Auf der Karte erscheint deshalb der Adresspunkt, nicht die Zone. Das ist eine Eigenschaft des amtlichen Dienstes.

Nutzungsart und Entwicklungszustand kommen nur als amtlicher Schlüssel. Wir geben ihn unverändert aus und kennzeichnen ihn als Schlüssel, statt ihn zu deuten.

Das amtliche Flurstück aus ALKIS ist angebunden: Kennzeichen, amtliche Fläche und Lagebezeichnung. Daraus lässt sich der rechnerische Bodenwert bilden — amtliche Fläche mal amtlicher Bodenrichtwert. Dieser Bodenwert ist ausdrücklich nicht amtlich, er ist unsere Rechnung aus zwei amtlichen Größen und trägt einen entsprechenden Hinweis.

Eine Abfrage zu einem vergangenen Stichtag ist für dieses Land nicht freigegeben. Ein mitgegebener Stichtag wird nicht stillschweigend ignoriert — die Antwort sagt Ihnen, dass es für dieses Land keine Historie gibt.

Besonderheiten in Nordrhein-Westfalen

Der Dienst liefert keine Zonenfläche

Nordrhein-Westfalen gibt den Bodenrichtwert über eine Kartendienst-Abfrage als HTML zurück — mit allen Sachdaten, aber ohne den Umriss der Zone. Auf der Karte erscheint deshalb der Adresspunkt, nicht die Zonenfläche. Das ist eine Eigenschaft des amtlichen Dienstes, nichts, was sich auf unserer Seite beheben ließe.

Kein historischer Stichtag — und warum das eine Falle ist

Der Dienst kennt keinen Zeitparameter. Schickt man ihm trotzdem einen, antwortet er mit HTTP 200 und ignoriert ihn stillschweigend: Die Antwort ist zeichengleich mit der aktuellen. Wer das nicht prüft, hält einen aktuellen Wert für einen historischen. Wir reichen für Nordrhein-Westfalen deshalb grundsätzlich keinen Stichtag durch, sondern sagen, dass es dort keine Historie gibt.

Der Grundsteuerwert zum 1. Januar 2022 steht in eigenen Feldern

Die einzige Ausnahme: Der Dienst führt den Hauptfeststellungszeitpunkt der Grundsteuer als separates Feld mit eigenem Wert. In Köln, Domkloster 4, liegen dort 5.090 €/m² gegenüber 4.100 €/m² aktuell. Der Wert ist adressscharf und amtlich, aber ohne Zonenfläche — und es ist ein einzelner Stichtag, keine Zeitreihe.

Flurstück und Bodenwert sind hier verfügbar

Nordrhein-Westfalen ist eines von zwei Ländern mit angebundenem ALKIS-Liegenschaftskataster. Sie können deshalb zusätzlich das amtliche Flurstück mit seiner amtlichen Fläche abrufen und daraus den rechnerischen Bodenwert bilden lassen. Da keine Zonenfläche vorliegt, wird dabei die gesamte Flurstücksfläche der am Punkt getroffenen Zone zugeordnet — das steht als Methode ausdrücklich im Ergebnis, es gibt keinen stillen Vollflächenzuschlag.

Lizenz und Quellenvermerk

Namensnennung
(c) GeoBasis NRW
Änderungshinweis
Schema normalisiert, Werte unverändert

Diese Lizenz stellt die Daten ohne Bedingungen bereit: Weder eine Namensnennung noch ein Änderungshinweis ist vorgeschrieben. Wir führen beides trotzdem an jedem Wert mit — die Herkunft ist bei uns Teil des Produkts, nicht eine lästige Auflage.

Der Änderungshinweis bezieht sich allein auf die Struktur: Wir vereinheitlichen Feldnamen und Aufbau der zwölf Landesdienste, damit sie vergleichbar werden. Die Werte selbst bleiben unverändert — keine Rundung, keine Umrechnung, keine Interpolation.

Wie belastbar diese Angaben sind

Was auf dieser Seite über Stichtage und Abdeckung steht, stammt aus echten Abrufen gegen den Dienst des Landes — nicht aus dessen Selbstbeschreibung. Die Prüfung erfolgte allerdings an einem Referenzpunkt je Land. Zonenzuschnitte folgen häufig Gemarkungsgrenzen, und in mehreren Ländern gilt der Stichtag je Gutachterausschussgebiet: An einer anderen Adresse können deshalb andere Jahrgänge vorliegen. Eine landesweite Aussage über jeden einzelnen Stichtag wäre daraus nicht zu belegen — und wird hier deshalb nicht getroffen.

Bodenrichtwerte in anderen Bundesländern

Zwölf Länder mit amtlicher Anbindung — die Datenlage unterscheidet sich je Land erheblich. Zur Übersicht aller Bundesländer.