Bodenrichtwerte Sachsen-Anhalt
Adresse in Sachsen-Anhalt eingeben und den unveränderten amtlichen Bodenrichtwert erhalten — mit Stichtag, Zonennummer und Quellenvermerk.
Amtliche Originalwerte der Bundesländer — unverändert, mit Quelle, Stichtag und Abrufnachweis. Lagedaten ist ein privater Dienst und keine Behörde. Rechtliche Hinweise
Datenquelle und zuständige Stelle
Bodenrichtwerte für Sachsen-Anhalt werden von den amtlichen Gutachterausschüssen für Grundstückswerte ermittelt. Sie leiten den Wert aus der Kaufpreissammlung ab, beschließen ihn zum Stichtag und veröffentlichen ihn (§ 196 BauGB). Lagedaten fragt den Geodienst des Landes direkt ab und gibt den Wert unverändert weiter — ohne eigene Modellierung, ohne Interpolation, ohne Rundung.
Technisch läuft die Abfrage über einen Web Map Service (WMS) mit Objektabfrage, bereitgestellt als „LVermGeo ST BRW-WMS (Jahrgangs-Dienste)“, im Koordinatenbezug EPSG:25832. Ein WMS ist auf Kartenbilder ausgelegt. Die Sachdaten kommen als Text zurück, eine Geometrie nur dann, wenn der Anbieter sie ausdrücklich mitliefert.
Amtliches Portal des Landes: Geodatenportal Sachsen-Anhalt (LVermGeo) — dort erteilt die zuständige Stelle auch rechtsverbindliche Auskünfte.
Stichtag und Aktualisierungsrhythmus
Sachsen-Anhalt ermittelt im Zweijahresrhythmus. Belegt sind 31. Dezember 2020 sowie der 1. Januar der Jahre 2022, 2023, 2024 und 2026.
Bundesweit gilt: § 196 BauGB verlangte bis zum Baulandmobilisierungsgesetz eine Ermittlung zum Ende jedes zweiten Kalenderjahres, seit dem 23. Juni 2021 zu Beginn. Deshalb tragen ältere Stichtage die Form „31.12.“ und neuere die Form „01.01.“ — das sind zwei aufeinanderfolgende Rechtslagen und damit verschiedene Ermittlungszeitpunkte, keine zwei Schreibweisen desselben Datums. Wir legen sie nicht zusammen und rechnen sie nicht um.
Verfügbare Daten
Der Bodenrichtwert selbst wird für Sachsen-Anhalt immer geliefert: Wert, Stichtag, Zonennummer und die Angaben zur Nutzung.
Der Dienst liefert zusätzlich die Fläche der Bodenrichtwertzone — sie wird auf der Karte dargestellt. Wichtig: Das ist die Zone, nicht Ihr Grundstück.
Nutzungsart und Entwicklungszustand liegen im Klartext vor — sie müssen nicht über eine Schlüsselliste aufgelöst werden.
Das amtliche Flurstück aus ALKIS ist angebunden: Kennzeichen, amtliche Fläche und Lagebezeichnung. Daraus lässt sich der rechnerische Bodenwert bilden — amtliche Fläche mal amtlicher Bodenrichtwert. Dieser Bodenwert ist ausdrücklich nicht amtlich, er ist unsere Rechnung aus zwei amtlichen Größen und trägt einen entsprechenden Hinweis.
Historische Stichtage sind abrufbar, einschließlich Zonenfläche je Stichtag. Damit ist belegbar, dass zwei Stichtage tatsächlich dieselbe Fläche betreffen — die Voraussetzung für eine tragfähige Zeitreihe.
Besonderheiten in Sachsen-Anhalt
Über dem Bauland liegen riesige Landwirtschaftszonen
Sachsen-Anhalt führt großflächige Landwirtschaftszonen, die die Baulandzonen vollständig überdecken — die Zone „Magdeburg_A“ umfasst 141 km², „Wanzleben_A“ 242 km². An zehn geprüften bebauten Lagen lagen in zehn von zehn Fällen mindestens zwei Zonen am selben Punkt, häufig drei bis fünf. Eine Adresse in Sachsen-Anhalt liefert deshalb fast immer mehrere Bodenrichtwerte, und das ist der Normalfall, kein Fehler.
Warum wir daraus keinen Gesamtbodenwert bilden
Die beiden Werte sind keine Teilflächen, sondern alternative Wertansätze für dieselbe Fläche: Aufsummieren würde die Fläche verdoppeln und zwei Entwicklungszustände vermischen. Welcher Ansatz maßgeblich ist, hängt vom Entwicklungszustand des Grundstücks ab — und den führt das amtliche Flurstück nicht. Wir setzen ihn nicht selbst, sondern weisen die Teilwerte einzeln aus und schreiben dazu, warum kein Gesamtwert gebildet wird.
Flurstück und Bodenwert sind hier verfügbar
Sachsen-Anhalt ist neben Nordrhein-Westfalen das zweite Land mit angebundenem ALKIS-Liegenschaftskataster: amtliches Flurstückskennzeichen, amtliche Fläche und die geometrische Verschneidung mit den Zonen.
Das Datenschema wechselt mit dem Jahrgang
Historische Jahrgänge nutzen nicht nur andere Datentypen, sondern eine andere Schema-Familie als der aktuelle Jahrgang. Eine Auswertung, die auf das aktuelle Schema festgelegt ist, findet in den älteren Jahrgängen schlicht nichts — ohne Fehlermeldung. Außerdem liefert der Dienst mit der Jahrgangsbezeichnung 2021 den Stichtag 31. Dezember 2020, weshalb der Stichtag bei uns immer am amtlichen Feld geprüft und nicht aus dem Jahrgang abgeleitet wird.
Lizenz und Quellenvermerk
- Namensnennung
- (c) GeoBasis-DE / LVermGeo ST (Gutachterausschuss fuer Grundstueckswerte in Sachsen-Anhalt)
- Lizenz
- dl-de/by-2-0
- Änderungshinweis
- Schema normalisiert, Werte unverändert
Diese Lizenz verlangt die Namensnennung, und bei einer Bearbeitung der Struktur zusätzlich einen Änderungshinweis. Beides steht deshalb an jedem Wert, in jeder API-Antwort und in jedem Export — nicht nur hier im Fußbereich.
Der Änderungshinweis bezieht sich allein auf die Struktur: Wir vereinheitlichen Feldnamen und Aufbau der zwölf Landesdienste, damit sie vergleichbar werden. Die Werte selbst bleiben unverändert — keine Rundung, keine Umrechnung, keine Interpolation.
Wie belastbar diese Angaben sind
Was auf dieser Seite über Stichtage und Abdeckung steht, stammt aus echten Abrufen gegen den Dienst des Landes — nicht aus dessen Selbstbeschreibung. Die Prüfung erfolgte allerdings an einem Referenzpunkt je Land. Zonenzuschnitte folgen häufig Gemarkungsgrenzen, und in mehreren Ländern gilt der Stichtag je Gutachterausschussgebiet: An einer anderen Adresse können deshalb andere Jahrgänge vorliegen. Eine landesweite Aussage über jeden einzelnen Stichtag wäre daraus nicht zu belegen — und wird hier deshalb nicht getroffen.
Bodenrichtwerte in anderen Bundesländern
Zwölf Länder mit amtlicher Anbindung — die Datenlage unterscheidet sich je Land erheblich. Zur Übersicht aller Bundesländer.