Lagedaten. Grundstücksdaten, Bodenrichtwerte und Risiken auf einen Blick

Bodenrichtwerte Sachsen

Adresse in Sachsen eingeben und den unveränderten amtlichen Bodenrichtwert erhalten — mit Stichtag, Zonennummer und Quellenvermerk.

Bodenrichtwerte und Grundstücksdaten für alle angegebenen Zeilen abrufen.

Ohne Angabe gilt je Land der aktuellste amtliche Stichtag. Historie verfügbar für: wird geladen …. Für andere Länder wird der Stichtag nicht stillschweigend ignoriert — die Abfrage sagt es Ihnen.

Gefundene Flurstücke

Amtliche Originalwerte der Bundesländer — unverändert, mit Quelle, Stichtag und Abrufnachweis. Lagedaten ist ein privater Dienst und keine Behörde. Rechtliche Hinweise

Beispiele in Sachsen:Altmarkt 10, Dresden

Datenquelle und zuständige Stelle

Bodenrichtwerte für Sachsen werden von den amtlichen Gutachterausschüssen für Grundstückswerte ermittelt. Sie leiten den Wert aus der Kaufpreissammlung ab, beschließen ihn zum Stichtag und veröffentlichen ihn (§ 196 BauGB). Lagedaten fragt den Geodienst des Landes direkt ab und gibt den Wert unverändert weiter — ohne eigene Modellierung, ohne Interpolation, ohne Rundung.

Technisch läuft die Abfrage über einen Web Map Service (WMS) mit Objektabfrage, bereitgestellt als „GeoSN BORIS-Sachsen WMS (Jahresscheiben)“, im Koordinatenbezug EPSG:25833. Ein WMS ist auf Kartenbilder ausgelegt. Die Sachdaten kommen als Text zurück, eine Geometrie nur dann, wenn der Anbieter sie ausdrücklich mitliefert.

Amtliches Portal des Landes: Bodenrichtwerte Sachsen (GeoSN) — dort erteilt die zuständige Stelle auch rechtsverbindliche Auskünfte.

Gibt es ein „BORIS Sachsen“?

Nein — Sachsen betreibt kein Portal dieses Namens. „BORIS“ steht für Bodenrichtwertinformationssystem und ist in mehreren Ländern der Name des amtlichen Portals, aber nicht in allen. In Sachsen heißt die zuständige Veröffentlichung Bodenrichtwerte Sachsen (GeoSN). Die Bodenrichtwerte selbst sind dieselben amtlichen Werte desselben Gutachterausschusses.

Amtliches Portal: Bodenrichtwerte Sachsen (GeoSN) · Was BORIS bundesweit bedeutet

Stichtag und Aktualisierungsrhythmus

Belegt sind am Referenzpunkt die Stichtage 31. Dezember 2018, 31. Dezember 2020, 1. Januar 2022, 1. Januar 2024 und 1. Januar 2026 — ein Zweijahresrhythmus mit dem gesetzlichen Bruch dazwischen.

Bundesweit gilt: § 196 BauGB verlangte bis zum Baulandmobilisierungsgesetz eine Ermittlung zum Ende jedes zweiten Kalenderjahres, seit dem 23. Juni 2021 zu Beginn. Deshalb tragen ältere Stichtage die Form „31.12.“ und neuere die Form „01.01.“ — das sind zwei aufeinanderfolgende Rechtslagen und damit verschiedene Ermittlungszeitpunkte, keine zwei Schreibweisen desselben Datums. Wir legen sie nicht zusammen und rechnen sie nicht um.

Verfügbare Daten

Der Bodenrichtwert selbst wird für Sachsen immer geliefert: Wert, Stichtag, Zonennummer und die Angaben zur Nutzung.

Eine Zonenfläche liefert der Dienst nicht. Auf der Karte erscheint deshalb der Adresspunkt, nicht die Zone. Das ist eine Eigenschaft des amtlichen Dienstes.

Nutzungsart und Entwicklungszustand liegen im Klartext vor — sie müssen nicht über eine Schlüsselliste aufgelöst werden.

Das amtliche Flurstück aus ALKIS ist angebunden: Kennzeichen, amtliche Fläche und Lagebezeichnung. Daraus lässt sich der rechnerische Bodenwert bilden — amtliche Fläche mal amtlicher Bodenrichtwert. Dieser Bodenwert ist ausdrücklich nicht amtlich, er ist unsere Rechnung aus zwei amtlichen Größen und trägt einen entsprechenden Hinweis.

Historische Stichtage sind abrufbar, allerdings ohne Zonenfläche. Eine stichtagsgenaue Einzelauskunft — etwa zum 1. Januar 2022 für die Grundsteuer — ist damit möglich, eine belegbare Zeitreihe nicht.

Besonderheiten in Sachsen

Historische Stichtage: ja. Zonenfläche: nein.

Sachsen ist eines von vier Ländern, für die wir eine stichtagsgenaue historische Auskunft geben — der für die Grundsteuer maßgebliche 1. Januar 2022 ist abrufbar. Eine Zonenfläche liefert der Dienst dagegen nicht. Wir haben das an der vollständigen Antwort nachgezählt: 15.391 Zeichen, acht Datensätze, acht umschließende Rechtecke, null Umrisse. Ein solches Rechteck spannt rund 21 × 14 Kilometer auf — es ist keine Zone, und wir speichern es auch nicht als eine.

Die Jahresscheibe heißt nicht wie ihr Stichtag

Die Datenscheibe mit der Bezeichnung 2021 führt den Stichtag 31. Dezember 2020. Wer vom Namen auf den Stichtag schließt, datiert Werte um ein Jahr falsch.

Leere Jahre bedeuten nicht „Jahrgang fehlt“

Für einzelne Jahre liefert der Dienst an einem Punkt nichts. Das heißt nicht, dass es den Jahrgang nicht gibt: Ungerade Jahresscheiben enthalten teilweise nur einzelne Gutachterausschussgebiete. Ein leeres Ergebnis ist hier eine Aussage über den Punkt, nicht über das Land.

Lizenz und Quellenvermerk

Namensnennung
(c) GeoSN / Staatsbetrieb Geobasisinformation und Vermessung
Änderungshinweis
Schema normalisiert, Werte unverändert

Diese Lizenz verlangt die Namensnennung, und bei einer Bearbeitung der Struktur zusätzlich einen Änderungshinweis. Beides steht deshalb an jedem Wert, in jeder API-Antwort und in jedem Export — nicht nur hier im Fußbereich.

Der Änderungshinweis bezieht sich allein auf die Struktur: Wir vereinheitlichen Feldnamen und Aufbau der zwölf Landesdienste, damit sie vergleichbar werden. Die Werte selbst bleiben unverändert — keine Rundung, keine Umrechnung, keine Interpolation.

Wie belastbar diese Angaben sind

Was auf dieser Seite über Stichtage und Abdeckung steht, stammt aus echten Abrufen gegen den Dienst des Landes — nicht aus dessen Selbstbeschreibung. Die Prüfung erfolgte allerdings an einem Referenzpunkt je Land. Zonenzuschnitte folgen häufig Gemarkungsgrenzen, und in mehreren Ländern gilt der Stichtag je Gutachterausschussgebiet: An einer anderen Adresse können deshalb andere Jahrgänge vorliegen. Eine landesweite Aussage über jeden einzelnen Stichtag wäre daraus nicht zu belegen — und wird hier deshalb nicht getroffen.

Welche Stichtage wir für Sachsen führen

Am Referenzpunkt von Sachsen sind 2016, 2018, 2020, 2022, 2024 und 2026 belegt. Geprüft wurde dort ein Punkt — ob jeder dieser Stichtage landesweit vorliegt, ist damit nicht gesagt.

Maschinenlesbar unter /api/v1/abdeckung.

Grunderwerbsteuer in Sachsen

Beim Kauf eines Grundstücks in Sachsen fällt Grunderwerbsteuer in Höhe von 5,5 % des Kaufpreises an, seit dem 01.01.2023.

Rechtsgrundlage: Sächsisches Grunderwerbsteuersatzgesetz (SächsGrEStSatzG) vom 20. Dezember 2022, Art. 10 des Haushaltsbegleitgesetzes 2023/2024. Quelle ansehen

Die Grunderwerbsteuer ist nur ein Teil der Kaufnebenkosten; dazu kommen Notar und Grundbuch. Kaufnebenkosten berechnen

Wohin Sie sich in Sachsen wenden können

Für Auszüge aus dem Liegenschaftskataster, Flurstücksnachweise und Fragen zu Grenzen ist die örtliche Katasterbehörde zuständig. In Sachsen sind das 23 Stellen — 13 aus einem amtlichen Verzeichnis, 10 aus OpenStreetMap.

23 Anlaufstellen in Sachsen anzeigen

Stand der Liste: 2026-09-12. Wer einen Eigentümer ermitteln möchte, findet unter Eigentümeranfrage eine Anleitung samt Formulierungshilfe.

Bodenrichtwerte in anderen Bundesländern

Zwölf Länder mit amtlicher Anbindung — die Datenlage unterscheidet sich je Land erheblich. Zur Übersicht aller Bundesländer.